   

                                  *GPCLIENT*
                                      






                        Ein Terminaltreiber fr GNUPLOT
                                      


                        ATARI ST/TT/FALCON und MULTITOS
                                      








                                      von
                                      


                                  Dirk Stadler
                         Weiherhofer Hauptstrae 69
                              D-90513 Zirndorf
                          dirk@lstm.uni-erlangen.de
                           Dirk_Stadler@n.maus.de
                                      






                                  August 1994



Inhaltsverzeichnis
==================

1) Allgemeines
2) Features
3) Installation
  3.1) Installation der Runtime Library Magic
  3.2) Installation von GPCLIENT und GNUPLOT
4) Betriebsmodi
5) Beschreibung der Mens
  5.1) Men DATEI
  5.2) Men PLOT
  5.3) Men BUFFER
  5.4) Men PAUSE
  5.5) Men OPTIONEN
6) Konfiguration von Magic
  6.1) Das Konfigurations-CPX
  6.2) Das Programm MAGICONF.PRG
  6.3) Konfigurations-Optionen
    6.3.1) Einstellungen fr Fenster
    6.3.2) Einstellungen fr Dialoge
    6.3.3) Diverse Einstellungen
    6.3.4) Einstellungen fr Deadkeys
    6.3.5) Einstellungen fr Alerts
    6.3.6) Einstellungen fr Submens
    6.3.7) Einstellungen fr Dropboxen
    6.3.8) Farbtabelle
    6.3.9) Tastentabelle


1) Allgemeines
==============

Als ich Ende letzten Jahres GNUPLOT auf einem OS/2-Rechner sah,  kam  mir  die
Idee dies auch auf einen Atari zu portieren.  Bis dahin war die Situation  fr
GNUPLOT-User auf einem Atari-Rechner besonders unter MULTITOS sehr unbefriedi-
gend.  Es existierte lediglich ein Terminal,  der die Plots nur ber die  VDI-
Funktionen ohne Fenster ausgab.

  Schnell mute ich mein Vorhaben aufgeben,  dies auf allen  TOS-Versionen  zu
verwirklichen. Zum Schlu blieb nur noch MULTITOS brig, da wegen seiner Fea-
tures wie Pipes,  Semaphoren,  usw. die Sache sehr erleichterte. Sobald andere
Multitasking-Betriebssysteme diese Features untersttzen, werde ich den GPCLI-
ENT auch darauf anpassen.

  Ein Copyright bzw.  Copyleft existiert gem der GNU-Philosophie. Bitte dazu
auch die Datei COPYRIGH.T lesen.  Das heit,  dieses  Programm  ist  frei  ko-
pierbar.

  Ich bernehme natrlich keine Haftung fr irgendwelche Schden,  die  GPCLI-
ENT.PRG anrichten knnte und es gibt auch keine Garantie,  da dieses Programm
hlt, was es verspricht!


2) Features
===========

Folgende Extras wurden zustzlich zu den eigentlichen Clientfunktionen  einge-
baut.

 - Lauffhig auch unabhngig von GNUPLOT. Dies dient zur Manipulation und Aus-
   gabe bereits gespeicherter Plots. 

 - Plots knnen in einem eigenen Format gespeichert und geladen werden. 

 - Ausdruckmglichkeit ber GDOS. 

 - Fonttyp und Fontgre frei einstellbar (falls ein GDOS vorhanden ist). 

 - Manipulation der Plots hinsichtlich Orientation, Linienfarbe, Linientyp und
   Linienbreite. 

 - Beliebig viele Plots knnen bei Bedarf in einen Buffer kopiert  werden,  um
   auch spter auf sie zurckgreifen zu knnen. 

 - Zehn Fenster (davon neun als Bufferfenster) knnen maximal geffnet werden.
   
 - Alle Parameter bzgl.  Fenstergre u. Position, Fonttyp, Fontgre, Linien-
   typ, Linienfarbe, Linienbreite, Orientation knnen gesichert werden. 

 - GPCLIENT beherrscht das DRAG & DROP Protokoll von  MULTITOS.  Von  GPCLIENT
   gesicherte Plots knnen auf ein offenes Fenster gedragt werden  und  werden
   dann angezeigt. 

 - Beim Laden von Plots wird die von SELECTRIC  bekannte  Mehrfachauswahl  von
   Dateinamen untersttzt. 


3) Installation
===============

3.1) Installation der Runtime Library Magic
-------------------------------------------

GPCLIENT verwendet die Runtime Library MAGIC von Peter Hellinger. Es ist wich-
tig,  da diese Library korrekt installiert ist, da ohne sie so gut wie nichts
luft.

Die Library ist erhltlich bei:

                           Peter Hellinger Software
                            Zerzabelshofstrae 41
                               90480 Nrnberg
                             Tel.: 0911-4097864
                          Peter_Hellinger@n.maus.de

Es existieren Anbindungen fr fast alle C, Pascal u. Modula-Compiler.

  Magic hngt in keinen Betriebssystem-Vektoren oder  -Variablen,  ausgenommen
dem Cookiejar. Alle Kommunikation zwischen GPCLIENT und MAGIC.PRG erfolgt ber
den Cookie MPRO.  Ist dieser nicht vorhanden, oder wird MAGIC.PRG nicht gefun-
den, terminiert das Programm mit einem Fehler.

  Unter MultiTOS bzw.  MiNT arbeitet Magic als Dmonprozess, und entfernt sich
selbst wieder aus dem Speicher,  sobald die letzte Magic-Anwendung terminiert.
MAGIC.PRG muss immer das Flag GLOBAL im Programmheader gesetzt haben, da sonst
die Anwendungen nicht auf Magic zugreifen knnen (Memory-Violation).

Um Magic zu installieren bedarf es nur weniger Massnahmen:

 - Kopiere MAGICOOK.PRG in den Autoordner.

     Dieses Programm installiert einen Cookie mit Kennung MPRO  im  Cookiejar.
   ber diesen Cookie kommunizieren Magic und  die  jeweiligen  Applikationen.
   Ausserdem enthlt er die Konfigurationsdaten,  die somit  fr  alle  Magic-
   Programme gleich sind.

 - Befindet sich die Datei MAGICOOK.INF  im  Autoordner,  so  wird  diese  vom
   Cookie-Programm eingelesen.  MAGICOOK.INF enthlt diverse Konfigurationsda-
   ten fr Magic in kompakter Form,  so unter anderem Angaben ber die Farben,
   die Magic bei der Darstellung diverser Objekte verwendet, oder welche Tast-
   encodes den internen Magic-Funktionen zugeordnet sind.

     Zum Erstellen oder ndern eines solchen INF-Files kann das Programm MAGI-
   CONF.PRG benutzt werden, welches zum Lieferumfang von Magic gehrt. Zur In-
   stallation fr den GPCLIENT mu lediglich der Pfad  auf  MAGIC.PRG  in  dem
   beiliegenden MAGICOOK.INF mit einem ASCII-Editor gesetzt werden.

 - Das Programm MAGIC.PRG in einen beliebigen Pfad kopieren.  Es darf aber auf
   keinen Fall im Autoordner stehen.

 - Falls Die Konfiguration von Magic fters gendert  werden  soll,  kann  das
   CPX-Modul geladen werden.  Es ist zu beachten,  da das CPX die  Konfigura-
   tion,  wie sie in MAGICOOK.INF steht teilweise wieder berschreibt.  Es ist
   also auf jeden Fall der Pfad auf MAGIC.PRG unter dem  Menpunkt  *Diverses*
   im CPX einzustellen und zu sichern. 

Das wars dann auch schon...

3.2) Installation von GPCLIENT und GNUPLOT
------------------------------------------

Die Programme GPCLIENT.PRG und GNUPLOT.TOS men nicht im  gleichen  Directory
untergebracht werden.  Lediglich die Datei GPCLIENT.RSC mu sich  im  gleichen
Ordner  wie  GPCLIENT.PRG  befinden.   Alles   andere   wird   ber   *EVIRON-
MENT*-Variablen, die z.B. in der Datei MINT.CNF gesetzt werden, erledigt.

Folgende Variable *mu* gesetzt sein:

GPCLIENT: enthlt den Pfad inkl.  den Dateinamen auf die  Datei  GPCLIENT.PRG,
    damit GNUPLOT den GPCLIENT findet und starten kann.  ber  diese  Variable
    sucht GPCLIENT auch seine Resourcedatei GPCLIENT.RSC. 

Folgende Variablen *knnen* gesetzt sein:

GNUTERM: Gibt das Device an, das GNUPLOT nach dem Start einstellt. Default ist
    *mtos*. 

GNUHELP: Enthlt Pfad inkl. Dateinamen auf die Onleinhilfedatei GNUPLOT.GIH. 

CLIPBRD: Pfad auf das Clipbrett. 

SCRAPDIR: siehe *CLIPBRD*. 

HOME: Pfad auf das Homedirectory.  Falls dieses existiert wird darin die Datei
    GPCLIENT.INF gesichert. 

Ein Auszug aus der Datei MINT.CNF sieht wie folgt aus:

setenv CLIPBRD          c:\clipbrd
setenv SCRAPDIR         c:\clipbrd
setenv HOME             u:\usr\home
setenv GNUHELP          d:\apps\gnuplot\gnuplot.gih
setenv GNUTERM          mtos
setenv GPCLIENT         d:\apps\gnuplot\gpclient.prg


4) Betriebsmodi
===============

Es gibt zwei Betriebsmodi in denen der GPCLIENT gestartet werden  kann.  Diese
sind der GNUPLOT-Modus (*GP*-Modus) und der STAND-ALONE-Modus (*SA*-Modus).

  Im *GP*-Modus wird der GPCLIENT von GNUPLOT automatisch gestartet,  wenn ein
Plot ausgegeben werden soll.  Der Austausch von Daten erfolgt dann  ber  eine
*PIPE*.

  Im *SA*-Modus kann GPCLIENT auch ohne GNUPLOT gestartet werden. Dieser Modus
dient dazu,  bereits im GP-Modus erzeugte und gesicherte Plots auszugeben oder
auszudrucken und leichte Modifikationen an ihnen durchzufhren.


5) Beschreibung der Mens
=========================

Nach dem Starten erscheint in beiden Modi eine Menuleiste. Ensprechend dem Mo-
dus, in dem der GPCLIENT gestartet wurde, werden manche Eintrge disabled dar-
gestellt und sind somit nicht anwhlbar.

5.1) Men DATEI
---------------

Plot laden: Es knnen Plots,  die vorher abgespeichert wurden,  wieder geladen
    und angezeigt werden. Die Plots werden automatisch in einen Buffer kopiert
    und stehen somit dauernd zur Laufzeit des Programmes zur Verfgung.  Siehe
    hierzu auch das Men *BUFFER*.

Plot sichern: Plots werden in einem eigenen Format abgespeichert.

Plot drucken: Hier besteht die Mglichkeit,  sofern ein  GDOS  vorhanden  ist,
    Plots auf verschiedene Devices auszudrucken.  Fr jedes Device knnen noch
    verschiedene Optionen eingestellt werden.  Diese betreffen  Plotgre  und
    Position,  Ausgabe um 90 Grad gedreht (Landscape),  Linientyp und  Breite,
    usw.  Auerdem kann ber jedes Device ein Kurzinfo ausgegeben  werden.  Es
    wird der Plot ausgedruckt,  der sich gerade im obersten Fenster von GPCLI-
    ENT befindet.  Auch wird der dort eingestellte Font fr den Ausdruck  ver-
    wendet.

Ins Clipbrett: Falls ein META.SYS unter GDOS vorhanden ist,  kann der Plot als
    METAFILE unter dem Namen SCRAP.GEM ins Clipbrett (falls vorhanden) kopiert
    werden. Als Einstellungen werden diejenigen verwendet, die im Optionendia-
    log unter *Plot drucken* fr das META.SYS  eingestellt  wurden.  Plot  und
    Font werden auch hier aus dem obersten Fenster bernommen.

Programmende: Hiermit kann das Programm im *SA*-Modus beendet werden. Der Ein-
    trag ist im *GP*-Modus nicht anwhlbar,  da hier das Programm ber GNUPLOT
    beendet wird.

5.2) Men PLOT
--------------

Weiter (nach Pause): Falls sich GNUPLOT im Pause-Modus befindet und seine Aus-
    gabe unterbrochen hat,  kan hiermit die Ausgabe fortgesetzt  werden.  Dies
    gilt nur, wenn im Men *PAUSE* der Eintrag *Men* angewhlt ist.

Titel eingeben/ndern: Zu jedem Pllot kann ein 20 Zeichen langer Titel  einge-
    geben werden, der in der Titelzeile des jeweiligen Fensters erscheint. Der
    Titel wird beim Abspeichern des Plots bernommen.

5.3) Men BUFFER
----------------

Alle Eintrge in diesem Men beziehen sich jeweils auf das  oberste  (getoppte
Fenster).  Es stehen insgesamt zehn Fenster inkl. dem *MAIN*-Window zur Verf-
gung und es knnen beliebig viele (solange der Speicher reicht) Plots  in  den
Buffer kopiert werden.

Zurck/Vor: Falls Plots in den Buffer kopiert wurden,  kann hiermit durch  den
    Buffer gescrollt werden und die Plots angezeigt werden,  die  hinter  bzw.
    vor dem gerade angezeigten Plot im Buffer liegen.

Kopiere in Buffer: Plots,  die gerade im *MAIN*-Fenster angezeigt  werden  und
    sich noch nicht im Buffer befinden,  knnen zur spteren Verwendung in den
    Buffer kopiert werden.

ffne Buffer: Falls sich Plots im Buffer befinden, kann hier ein neues Fenster
    geffnet werden.

Kopiere und ffne: Dieser Menpunkt vereinigt die beiden oben genannten zu ei-
    nem einzigen.  Plots knnen in den Buffer kopiert und in einem neuen  Fen-
    ster dargestellt werden.

5.4) Men PAUSE
---------------

GNUPLOT bietet die Option *Pause* an, mit der im Batchbetrieb die Ausgabe zwi-
schen zwei Plots gestoppt und ein Text ausgegeben werden kann.  GNUPLOT wartet
entsprechend dem Wert, der bei *Pause* angegeben wurde, oder auf einen Tasten-
druck bis die Ausgabe des nchsten Plots fortgesetzt wird.

Alertbox: Falls dieser Eintrag gewhlt ist, gibt GPCLIENT die Pausemeldung von
    GNUPLOT in einer Alertbox aus und lt die Ausgabe fortsetzen nachdem  der
    *OK*-Knopf selektiert wurde.

Gnuplot: Alles bleibt wie gewohnt,  GNUPLOT gibt die Pausemeldung aus und war-
    tet evtl. auf eine Eingabe.

Men: Es wird keine Meldung ausgegeben. Die Ausgabe der Plots wird fortgesetzt
    nachdem der Eintrag *Weiter* im Men *PLOT* angewhlt wurde.

5.5) Men OPTIONEN
------------------

Die Einstellungen bzgl. Linienbreite, Linienstil, Farbe, Font und Orientierung
beziehen sich auch hier immer auf das oberste Fenster.

Linien dick: Falls dieser Eintrag selektiert wurde,  werden die Linien 3-Pixel
    breit ausgegeben, default ist 1 Pixel.

Linien gestrichelt: Die Linien werden gestrichelt  anstatt  durchgezogen  aus-
    gegeben.  Falls der Eintrag *Linien dick* selektiert ist,  werden bei  den
    meisten VDI-Treibern die Linien immer durchgezogen ausgegeben.

Farbe: Hier kann zwischen Farb- und Monochromdarstellung umgeschaltet  werden.
    Der Eintrag ist im Monochrombetrieb disabled.

Landscape: Die Plots werden im Fenster um 90 Grad gedreht ausgegeben.

Toppe Fenster: Ist dieser Eintrag selektiert,  wird bei jedem neuen Plot,  der
    von GNUPLOT gesendet wird, das *MAIN*-Fenster automatisch getoppt.

autom. Kopieren: Wenn ein neuer Plot von GNUPLOT gesendet wird,  wird der alte
    Plot automatisch in den Buffer kopiert und in einem neuen  Fenster  darge-
    stellt. 

Font auswhlen: Es erscheint eine Fontselektorbox,  in der  Font  (falls  GDOS
    vorhanden) und Fontgre ausgewhlt werden kann.

Parameter sichern: Alle Parameter wie Fenstergren, Fensterpositionen, Fonts,
    Fontgren,  Einstellungen der GDOS-Devices,  usw.  werden  in  der  Datei
    GPCLIENT.INF gesichert.  Falls die Environmentvariable *HOME* gesetzt ist,
    wird die *INF*-Datei in dem dort angegebenen Pfad gesichert,  wenn  nicht,
    dann im selben Pfad wie GPCLIENT.PRG.  Die Datei wird beim  nchsten  Pro-
    grammstart wieder eingelesen.


6) Konfiguration von Magic
==========================

Magic 4.00 lt sich in ausgesprochen weiten Grenzen konfigurieren.  Die nti-
gen Variablen werden in einem Speicherbereich zur Verfgung gestellt, der mg-
lichst frhzeitig (also am  Besten  whrend  des  Bootens)  reserviert  werden
sollte. Diesen Part bernimmt das Programm MAGICOOK.PRG.

  Um Magic auf den persnlichen Bedarf und Geschmack einzustellen benutzt  man
am einfachsten das CPX-Programm MAG4CNF.CPX  oder  das  Konfigurationsprogramm
MAGICONF.PRG, welche ebenfalls zum Lieferumfang von Magic 4.00 gehren.

6.1) Das Konfigurations-CPX
---------------------------

MGC4CNF.CPX wird einfach in den Ordner mit den  brigen  CPX-Modulen  kopiert.
Nach dem erneuten Laden der Module oder einem Neustart ist MGC4CNF bereit.

  Beim ersten Aufruf des CPX wird der Info-Dialog angezeigt; bei spteren Auf-
rufen wird immer die zuletzt dargestellte Tafel angezeigt.

Bedienung des CPX-Moduls
........................

MGC4CNF.CPX stellt auf mehreren Tafeln Einstellmglichkeiten bereit.  Zwischen
den einzelnen Tafeln kann mittels eines Popup-Mens umgeschaltet werden,  wel-
ches auf jeder Tafel in der linken oberen Ecke zu finden ist.

  Zu den Knpfen,  die im unteren Bereich jeder Tafel zu sehen sind  (bis  auf
den Info-Dialog, der nur einen OK-Knopf beinhaltet):

SPEICHERN: legt die momentanen Einstellungen als Standardvorgaben im CPX-Modul
    ab.  Diese werden automatisch in den von MAGICOOK.PRG  reservierten  Spei-
    cherbereich bertragen,  wenn XControl zum erstenmal die Module  ldt,  um
    z.B.  deren Icons anzeigen zu knnen. War zu diesem Zeitpunkt MAGICOOK.PRG
    nicht geladen oder konnte - aus welchen Grnden auch immer -  kein  Cookie
    angelegt werden, werden diese Standardwerte geschrieben, sobald ein Cookie
    existiert und das CPX-Modul aufgerufen wird.

ABBRUCH: beendet das CPX-Modul, ohne die gemachten Einstellungen an Magic wei-
    terzugeben.   Sie  werden  auch  beim  nchsten  Aufruf  durch  die  Stan-
    dardvorgaben ersetzt.

OK: beendet MGC4CNF.CPX und bertrgt die neuen  Einstellungen,  damit  Magic-
    Anwendungen sie verwenden knnen.  War 'Buttons im 3D-Look and Feel' ange-
    kreuzt,  wird ein komplettes Neuzeichnen des Bildschirms eingeleitet. Beim
    nchsten Aufruf des CPX-Moduls werden diese Einstellungen  angezeigt.  Sie
    gehen aber durch einen  Reset  verloren.  Um  dauerhaft  mit  diesen  Ein-
    stellungen zu arbeiten, mu der Knopf <Speichern> angeklickt werden. 

  Im Dialog <Info> kann man das Magic-Icon anklicken.  Tut man das,  wird  ein
evtl.  im Speicher liegendes Magic fr nicht mehr vorhanden erklrt. Zwar kann
dessen Speicher nicht wieder verwendet werden,  aber falls ein Programm  unter
Magic abgestrzt ist und Neustarts nicht mehr klappen,  kommt man u.U.  um ein
Neubooten des Systems herum.

  Eine genaue Beschreibung der Wirkungsweisen der einzelnen Einstellungen ent-
nehmen Sie bitte dem Abschnitt "Konfigurations-Optionen".

Besonderheiten
..............

MGC4CNF kaunn auch das von Dirk Steins stammende  CPX  ersetzen,  welches  der
CAT-Distribution beiliegt. Einstellungen, die erst in spteren Magic-Versionen
realisiert sind,  werden einfach ignoriert.  Die Mglichkeit,  einzustellen ob
sich Dialoge mit Alternate  oder  Control  bedienen  lassen,  wurde  aus  Kon-
sistenzgrnden entfernt.

  Im Dialog <DIALOGE> kann man die erweiterten Editierfunktionen von Magic  in
der speziellen CAT-Version,  und nur dort (!) ausschalten. Dieser Schalter ist
ausschlielich aus Kompatibilittsgrnden zu lteren Versionen von Magic  vor-
handen.

6.2) Das Programm MAGICONF.PRG
------------------------------

Das Programm MAGICONF.PRG erstellt auf einfache Weise die Datei  MAGICOOK.INF,
die vom Cookie-Programm bzw. MAGIC.PRG eingelesen wird. Das Programm ist weit-
gehend selbsterklrend, und hnlich dem CPX zu bedienen. In den weiteren Kapi-
teln erfahren Sie,  welche Wirkungen die einzelnen Einstellungen des CPX  bzw.
Programms haben.

6.3) Konfigurations-Optionen
----------------------------

Die im folgenden beschriebenen Optionen knnen sowohl im CPX als auch Konfigu-
rationsprogramm eingestellt werden. Auf Unterschiede wird jeweils verwiesen.

6.3.1) Einstellungen fr Fenster
................................

Erweitert Sizen: Erreicht die Maus den Fensterrand wandelt sich der Mauszeiger
    in einen Pfeil,  der die Richtung anzeigt,  in der das Fenster vergrssert
    werden kann. Drckt man die <linke> Maustaste kann das Fenster hnlich wie
    beim SIZER aufgezogen werden.  Dies funktioniert auch bei  im  Hintergrund
    liegenden Fenstern, auch bei normalem TOS! Wirkt nur, wenn das Fenster mit
    einem SIZER generiert wurde!

    Default: EIN

Erweitert Moven: Erreicht die Maus den Fensterrand wandelt sich der Mauszeiger
    in eine flache Hand. Durch Drcken der <linken> Maustaste kann das Fenster
    bewegt werden. Ist das 'erweitert Sizen'-Feature aktiviert, muss zutzlich
    die <rechte> Maustaste gedrckt werden. Dies funktioniert auch bei im Hin-
    tergrund liegenden Fenstern,  auch bei normalem TOS! Wirkt nur,  wenn  das
    Fenster mit einem MOVER generiert wurde!

    Default: EIN

Iconify-Position: Wird ein Fenster unter MultiTOS iconified, wird es normaler-
    weise auf eine vom  Fenstermanager  vorgegebene  Position  'gebeamt'.  Ist
    diese Option angewhlt,  behlt das Fenster seine  ursprngliche  Position
    bei.

    Default: AUS

Aktionsbereich: Hier wird die Breite des Aktionsbereichs fr  erweitert  Sizen
    bzw.  Moven in Pixel eingetragen.  Der Aktionsbereich beginnt am  Fenster-
    rand, und endet die angegebenen Pixel in Richtung Fenstermitte.

    Default: 2 

6.3.2) Einstellungen fr Dialoge
................................

Solide verschieben: Fliegende Dialoge werden 'am Stck' verschoben,  ansonsten
    wird nur ein Rahmen ber den Schirm bewegt. Drckt man bei eingeschalteter
    Option gleichzeitig die <rechte> Maustaste wird ebenfalls nur  ein  Rahmen
    verschoben.

    Default: EIN

Im Fenster: Dialoge werden grundstzlich ins Fenster gelegt,  es sei denn  das
    Programm ffnet ausdrcklich einen Flugdialog,  oder es steht kein Fenster
    mehr zur Verfgung.

    Default: EIN

Erweitertes Edit: Nur im CPX! Ein- und Ausschalten des erweiterten  Edits  fr
    CAT 2.x.

    <Keine Wirkung fr Magic 4.00!>

Position: Position des Dialogs auf dem Bildschirm.

    Zentrieren: Der Dialog wird beim ffnen auf den sichtbaren Bildschirm zen-
        triert.

    Nahe Mauszeiger: Der Dialog wird beim ffnen  auf  die  Mausposition  zen-
        triert.

    Letzte Position: Der Dialog wird auf die Position geffnet, die er zuletzt
        eingenommen hat. 

    Default: ZENTRIEREN 

6.3.3) Diverse Einstellungen
............................

3D Look-and-Feel: 3D-Effekte  in  Dialogen  aktiviert.  Das  CPX  sendet  beim
    Schliessen einen Redraw fr den gesamten Schirm, wenn sich der Status die-
    ses Flags gendert hat.  Dadurch ist die Einstellung sofort wirksam,  auch
    fr Dialoge, die schon auf dem Bildschirm sind.

    Default: EIN

      Hinweis:  In MAGICONF.PRG befindet sich dieser Schalter  auf  der  Tafel
    <Dialoge>.

GEM-Klemmbrett: Cut/Copy/Paste in Editfeldern schreiben ins Clipboard,  anson-
    sten in einen internen Puffer.

    Default: EIN

      Hinweis:  In MAGICONF.PRG befindet sich dieser Schalter  auf  der  Tafel
    <Dialoge>.

Grow- und Shrinkboxen: Beim ffnen und Schliessen von  Fenstern  und  Dialogen
    werden Growboxen gezeichnet.

    Default: EIN

Pfad zum Magic-Kernel: Hier kann ein Pfad  angegeben  werden,  unter  der  das
    Hauptprogramm den Magic-Kernel sucht.

      Durch Anklicken des Pfadtextes kann man zum bequemen Einstellen den  Fi-
    leselektor benutzen. 

6.3.4) Einstellungen fr Deadkeys
.................................

Deadkeys benutzen: Deadkeys sind Tasten,  die erst zusammen mit einer  anderen
    Taste ein sinnvolles Zeichen ergeben.  blicherweise erhlt man damit  ein
    Zeichen,  welches nicht direkt ber die Tastatur eingegeben  werden  kann,
    beispielsweise ergibt ein  und ein a ein .

    Default: EIN

Die Deadkeys: Folgende Tasten knnen zu Deadkeys 'umgerstet' werden:

    +---------+---+----+---+---+---+---+---+----+----+----+----+---+---+---+
    |         |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    | Zeichen | A | a  | C | c | E | e | i | N  | n  | O  | o  | U | u | y |
    +---------+---+----+---+---+---+---+---+----+----+----+----+---+---+---+
    |         |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    |         |   | a  |   |   |   | e | i |    |    |    | o  |   | u |   |
    +---------+---+----+---+---+---+---+---+----+----+----+----+---+---+---+
    |         |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    | '       |   |   |   |   |  |  |  |    |    |    |   |   |  |   |
    +---------+---+----+---+---+---+---+---+----+----+----+----+---+---+---+
    |         |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    | "       |  |   |   |   |   |  |  |    |    |   |   |  |  | y |
    +---------+---+----+---+---+---+---+---+----+----+----+----+---+---+---+
    |         |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    | '       | A | a  |   |   |   | e | i |    |    |    | o  |   | u |   |
    +---------+---+----+---+---+---+---+---+----+----+----+----+---+---+---+
    |         |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    | ~       |   | ~a |   |   |   |   |   | ~N | ~n | ~O | ~o |   |   |   |
    +---------+---+----+---+---+---+---+---+----+----+----+----+---+---+---+
    |         |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    | ,       |   |    | C | c |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    +---------+---+----+---+---+---+---+---+----+----+----+----+---+---+---+
    |         |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    |         |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    +---------+---+----+---+---+---+---+---+----+----+----+----+---+---+---+
    |         |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    | /       |   |    |   |   |   |   |   |    |    |    |    |   |   |   |
    +---------+---+----+---+---+---+---+---+----+----+----+----+---+---+---+
                                        
6.3.5) Einstellungen fr Alerts
...............................

Alternative Icons: Magic hlt zwei Sorten Icons fr Alerts bereit:  Die  einen
    sind im Design und Aussehen an die Original-Icons des  TOS  angeleht,  die
    alternativen Icons sind ein bisschen dem MacIntosh nachempfunden.

    Default: EIN

Alerts im Fenster: Alerts, die mit der Prozedur WindowAlerts generiert wurden,
    landen damit wirklich in einem Fenster, ansonsten in einem Flugdialog.

    Default: EIN

Position der Knpfe: Die Buttons  werden  entweder  Linksbndig,  Rechtsbndig
    oder Zentriert ausgerichtet.

    Default: ZENTRIERT 

6.3.6) Einstellungen fr Submens
.................................

Aufklappen: Bestimmt den Modus, in dem Submens von Popups aufgeklappt werden:
    Automatisch nach Verstreichen der Anzeigeverzgerung,  oder auf  Mausklick
    des Users.

    Default: AUTOMATISCH

Anzeigeverzgerung: Delay in Millisekunden

    Default: 70 ms 

6.3.7) Einstellungen fr Dropboxen
..................................

Anzeigeverzgerung: Bestimmt die Geschwindigkeit,  in der der Circlebutton ei-
    ner #Dropbox# zum nchsten Eintrag weiterschaltet.

    Default: 0 ms 

6.3.8) Farbtabelle
..................

Diese Tafel ist aufgrund ihrer Komplexitt nur in MAGICONF.APP vorhanden.

  Mit der Listbox in der ersten Zeile knnen Sie den jeweiligen Knopftyp  ein-
stellen,  den Sie bearbeiten mchten. Zur Zeit sieht Magic fr folgende Knopf-
typen Farbeinstellungen vor:

 - Normale Buttons 

 - Selektierte normale Buttons 

 - Monochrome 3D-Indicator-Buttons 

 - Selektierte Monochrome 3D-Indicator-Buttons 

 - Monochrome 3D-Activator-Buttons 

 - Selektierte Monochrome 3D-Activator-Buttons 

 - Farbige 3D-Indicator-Buttons 

 - Selektierte farbige 3D-Indicator-Buttons 

 - Farbige 3D-Activator-Buttons 

 - Selektierte farbige 3D-Activator-Buttons 

 - Einstellungen fr Dialoghintergrund 

Zu jeden Knopftyp knnen folgende Werte eingestellt werden:

 - Schattenlinie linker und oberer Rand (zB. fr 3D-Effekt) 

 - Schattenlinie unterer und rechter Rand (zB. fr 3D-Effekt) 

 - Hintergrundfarbe des Knopfes 

 - Hintergrundraster des Knopfes 

 - Farbe des Textes 

 - Schalter fr Animation bei bettigen des Knopfes 

6.3.9) Tastentabelle
....................

Diese Tafel ist aufgrund ihrer Komplexitt nur in MAGICONF.APP vorhanden.

  Fr viele Aktionen eines Programms existieren einheitliche  Tastencodes,  so
dass sich alle Programme in hnlicher Weise bedienen lassen.

  Magic trgt diesem Standard dadurch Rechnung, das es konsequent auf eine so-
genannten Funktionstasten-Tabelle zugreift,  falls  intern  Tastendrcke  ver-
arbeitet werden mssen. Die Tastencodes knnen selbstverstndlich vom Anwender
eingestellt werden.

  Whlen Sie aus der Listbox die gewnschte Aktion und stellen  mit  den  Ein-
trgen <Sondertasten> und <Tastencode> den gewnschten Code ein.  Drcken  sie
anschliessend den Button <Taste OK> um die nderung an das Programm zu  signa-
lisieren.

  Magic unterstrzt folgende Aktionen und Tastencodes:

    +-------------+-----------------------------+----------------------+
    | Aktion      | Beschreibung                | Tastencode (Default) |
    +-------------+-----------------------------+----------------------+
    | Help        | Helpbutton auslsen         | Help                 |
    | Undo        | UndoButton auslsen         | Undo                 |
    | Escape      | EscapeButton auslsen       | Escape               |
    | History     | History durchlaufen         | -                    |
    | Search      | History durchsuchen         | -                    |
    | CutClip     | Zeile ausschneiden          | Ctrl-C               |
    | CopyClip    | Zeile auf Clip kopieren     | Ctrl-X               |
    | PasteClip   | Clipboard einfgen          | Ctrl-V               |
    | SelectAll   | Alles als Block selektieren | Ctrl-A               |
    | SelectStart | Blockbeginn selektieren     | Ctrl-B               |
    | CycleWin    | Fenster cyclen              | Ctrl-W               |
    | CloseWin    | Fenster schliessen          | Ctrl-U               |
    | FullWin     | Fenster auf volle Gre     | Ctrl-Clr             |
    | Lineup      | Zeile nach oben rollen      | Cursor-Up            |
    | Pageup      | Seite nach oben rollen      | Shift-Cursor-Up      |
    | Topdoc      | Zum Anfang des Dokuments    | Ctrl-Cursor-Up       |
    | Linedown    | Zeile nach unten rollen     | Cursor-Down          |
    | Pagedown    | Seite nach unten rollen     | Shift-Cursor-Down    |
    | Bottomdoc   | Zum Ende des Dokuments      | Ctrl-Cursor-Down     |
    | Lineleft    | Spalte nach links rollen    | Cursor-Links         |
    | Pageleft    | Seite nach links rollen     | Shift-Cursor-Links   |
    | Leftdoc     | Zur ersten Spalte.          | Ctrl-Cursor-Links    |
    | Lineright   | Spalte nach rechts rollen   | Cursor-Rechts        |
    | Pageright   | Seite nach rechts rollen    | Shift-Cursor-Rechts  |
    | Rightdoc    | Zur letzten Spalte          | Ctrl-Cursor-Rechts   |
    +-------------+-----------------------------+----------------------+
                                      
